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UNSER NÄCHSTER STAMMTISCH FINDET AM SAMSTAG, 16.NOVEMBER 2019, 8 - 10 UHR IM SCHLOSS KRASTOWITZ IN KLAGENFURT STATT.

 

 


Hier der Leserbrief des Vorstands BZV Stadtbienen Klagenfurt an verschiedene Zeitungen im Raum Klagenfurt und Umgebung vom 28. August 2019 bezüglich 5G, der leider nicht veröffentlicht wurde.

 

"Bee-O-Meter die neue 5G-unterstützte Bienenzählmaschine

Bienenzählmaschine als neues Imker-„must-have“. In den letzten Wochen vermehrten sich in den Printmedien die Berichte über eine 5G-taugliche App, mit der man in Echtzeit aus und in den Bienenstock einfliegende Bienen zählen kann, um bei einer erhöhten Verlustrate auf ökologische Änderungen im Umfeld des Bienenstocks schließen zu können. 

Als Obfrau des Bienenzuchtvereins Stadtbienen Klagenfurt möchte ich nun folgende zwei Fragen  in den Raum stellen: Brauche ein Imker/-in dieses neue Gadjet wirklich und wie steht es mit der Bienengesundheit und dem Heimfindevermögen von Bienen, Insekten und (Zug)Vögeln, wenn 5G vollständig ausgerollt ist?

Als Imkerin traue ich mir zu sagen, dass auch eine App das Fachwissen,  das „imkerliche Auge“, den Blick auf das Flugbrett und in den Stock nicht ersetzen kann, denn nur dadurch wird es dem Imker/-in  möglich, sich ein Bild über den Gesundheitszustand des Volkes zu machen und eine Menge andere nützlicher Information zu gewinnen. 

Meine viel größere Sorge gilt aber dem Umstand, dass wir nicht wissen, wie sich ein flächendeckendes 5G-Netz auf die Bienengesundheit und vor allem das Heimfindevermögen von Bienen und auch anderen Insekten und auch Vögeln auswirken wird.  Biologische Systeme reagieren sehr empfindlich auf Mikrowellen-Felder. Die Studienlage zeigt bereits jetzt, also noch vor der Ausrollung von 5G!, dass unter der momentanen Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Wellen das Heimfindevermögen, die Wintertraubenbildung und der Wabenbau leiden, auch dass das Schwarmtriebverhalten erhöht ist und das Wachstum eines Bienenvolks darunter leidet (wissenschaftlichen Studien vorliegend). Somit wird sowohl die Gesundheit der Bienen, als auch das Heimfindevermögen auf Grund gestörter Orientierungsfähigkeit beeinträchtigt. Für  das Verschwinden der meisten Bienen in Amerika (CCD colony collapse disorder) wurde ein kausaler Zusammenhang zu der HAARP-Sendetätigkeit festgestellt. 

Wenn man die gesicherte Faktenlage hernimmt, sind das eindeutige Indizien, dass die Techniken des Kommunikationsfunks mit der ganzen Dichte der sich überlagernden elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder und Wellenbereiche die Orientierung und Navigation vieler Vögel, Insekten und somit auch unserer Sympathieträger, der Honigbienen stört.

Wir stehen einer aufkommenden Technologie per se nicht abwehrend gegenüber, haben aber berechtigt Bedenken. Daher kann man jegliche 5G-Unterstützung nur ablehnen (für wissenschaftliche Zwecke aber, z.B. um zu zählen, ob im Wellenbereich der neuen Sendemasten weniger Bienen wieder heimfinden mag das neue Bee-O-Meter sicher seine Berechtigung finden). 

Der Imker/-in ist im Alltag sicher besser beraten, wenn irgendwie möglich, Bienen in maximaler Distanz zu elektromagnetischer Strahlung zu halten – damit ist die Verwendung des Bee-O-Meters per se ausgeschlossen und stellt somit ein verzichtbares Gadget dar."